Erzgebirgskreis
Präventives Hilfesystem im Erzgebirge
Kontakte
Ulrike Lötsch – Koordinatorin der Region Aue und Annaberg-Buchholz
Tel.: 037 71 277 2182
u.loetsch(a)kreis-erz.de
Wettinerstraße 61
08280 Aue
Natasa Basic – Koordinatorin der Region Marienberg
Tel.: 037 296 591 2210
natasa.basic(a)kreis-erz.de
Uhlmannstraße 1-3
09366 Stollberg
Sandra Pohl - Koordinatorin der Region Stollberg
Tel.: 037 296 591 2210
s.pohl(a)kreis-erz.de
Uhlmannstraße 1 - 3
09366 Stollberg
Aufbau eines Netzwerkes
Ziel des Präventiven Hilfesystems ist es, einen Beitrag zu leisten, um das Risiko von Kindeswohlgefährdungen im Erzgebirge weiter zu minimieren. Vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Fälle von Kindesvernachlässigung und Kindesmisshandlung – auch mit Todesfolge – ist es wichtig, dass sich Fachkräfte in einem Netzwerk zur Früherkennung zusammenfinden, unterstützen und ergänzen.
Ziel
(Werdenden) Eltern sollen geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zur Gestaltung ihres Familienlebens angeboten werden.
Hiefür wollen wir bereits vorhandene Potentiale der Netzwerkpartner nutzen und so gestalten, dass
- individuelle Hilfestellungen geleistet werden können sowie
- Gefahrenpotentiale frühzeitig erkannt werden.
Zielgruppe Eltern
Unsere Zielgruppe sind (werdende) Eltern, insbesondere in belastenden Lebenssituationen, wie zum Beispiel:
- sehr junge Eltern
- Alleinerziehende
- psychisch oder körperlich beeinträchtigte Eltern (z.B. Sucht, Epilepsie…)
- Eltern mit Überforderungstendenzen.
Risikoeinschätzung
Kindliche Beeinträchtigungen können bereits in der Schwangerschaft auftreten. Nachweislich führen finanzielle Notlagen und soziale Benachteiligung der Eltern zu erhöhten gesundheitlichen Risiken der Kin-der. Dies kann Auswirkungen auf die geistige und emotionale Entwicklung des Kindes haben. Zusätzliche Belastungen in der Familie führen nicht selten zu Situationen, in denen Eltern überfordert und deshalb Kinder einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. Dies betrifft vor allem die 0 bis 3-Jährigen, die nicht in einer Kindertageseinrichtung betreut werden.
Partner im Netzwerk
Das gegenwärtige System von Leistungen und Angeboten für Kinder und Familien will die Kompetenz und Erfahrung von Partnern einbeziehen, die aufgrund ihrer Tätigkeit Kontakt zu (werdenden) Eltern und zu Kindern haben. Sich kennen, voneinander wissen und lernen nützt allen Partnern; vor allem unseren Kindern im Erzgebirge. Angesprochen sind insbesondere:
- das Gesundheitswesen (Ärzte/innen, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Kliniken, Gesundheitsamt, Krankenkassen),
- die Beratungs-/Bildungs- und Betreuungseinrichtungen,
- Vereine und Verbände sowie
- Familiengerichte etc.
Beurteilungshilfen
Um bei Gefährdungssituationen von Kindern qualifiziert zu beurteilen und handeln zu können, werden aufeinander abgestimmte verbindliche Beurteilungshilfen zur Verfügung gestellt. Diese werden durch Fachkräfte der Netzwerkpartner entwickelt und regelmäßig aktualisiert und gegebenenfalls ergänzt.
Auskunft und Beratung
Das Jugendamt informiert und berät sie:
- zu Netzwerkpartnern (zum Beispiel in Form einer Broschüre),
- zu datenschutzrechtlichen Bestimmungen,
- zum Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung,
- zu Risikofaktoren und Indikatoren.
Projektvorstellung
Präventives Hilfesystem im Erzgebirge - Infoflyer (PDF, 212 kB)



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